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03.10.2014      

So wie die Kraft in deinem Inneren fließt,
so spiegelt sich dein Leben wider.
Je mehr Kraft du in deinem Inneren erzeugst,
desto größer und schneller
werden die Veränderungen in deinem Außen.


Sabine Sangitar Wenig  


Heilwerden heißt zur Fülle des Lebens finden!
Zur Fülle des Lebens finden heißt heilwerden!
Denn ‚heil‘ gleich ganz (griechisch "holos", englisch "whole" = ganz).  
Wenn wir unser ganzes inneres Wesen entfalten und aktivieren, dann werden wir auch im Äußeren ein Leben der Fülle führen.

Was heißt das: ‚ein Leben der Fülle führen‘?
Die meisten Menschen haben falsche Vorstellungen davon. Diese falschen Vorstellungen werden häufig von den Ratgebern für Erfolg und Reichtum bedient und genährt. Die Fülle des Lebens KANN sich in einem großen Bankkonto ausdrücken, aber MUSS es nicht! Die Fülle des Lebens KANN sich in einem Haus, einem Auto, tollen Reisen, einem Beruf, der den Neigungen entspricht und einer Bilderbuch-Partnerschaft ausdrücken, aber MUSS es nicht!

Wir werden durch diese Vorstellungen auf eine falsche Fährte gelockt. Wir bestellen all das beim Universum. Wir erhalten auch das eine oder andere vom Universum. Vieles bleibt uns vom Universum versagt, auf viele Bestellungen bleibt es vermeintlich stumm. Es kommt nicht mal eine Auftragsbestätigung. Oftmals meinen wir, wir müssten noch ein bischen Geduld haben, und halten das für eine Tugend. Ohne dass man sich versieht, ist man schon in einer Warte-Haltung. In dieser Warte-Haltung verpassen wir ganz, ganz viele Geschenke, die das Universum uns täglich darbietet. Weil wir an unsere Vorstellungen gefesselt sind. Dabei geht es nicht darum, keine Wünsche mehr zu haben. Sondern es geht darum, die Wünsche in die Hände Gottes zu legen. Wer seine Wünsche in die Hände Gottes legt, lebt im Heute; wer im Heute lebt, legt seine Wünsche in die Hände Gottes.

„Ist es für unser Gefühlsleben nicht etwas völlig anderes,
ob wir beim unpersönlichen Universum etwas ‚bestellen‘,
oder ob wir einen persönlichen Vater um etwas bitten?“

(aus „Karol, der Weißmagier“)

Wer beim Universum etwas bestellt mit dem vollen Bewusstsein, dass das Universum ein Kosmos ist, also eine Ordnung, dass man sich also dem Universum anvertrauen kann, weil es aus seiner Ordnung heraus alles zum Besten führt, der spricht zum Universum, wie man zum Vater spricht: denn nur einem Lebewesen kann man sich anvertrauen. Wer also beim Universum als dem größten und übergreifenden Lebewesen etwas bestellt, der bestellt mit der richtigen inneren Haltung. Doch ist es nicht viel leichter, zu dieser Haltung zu finden, wenn man dieses größte und übergreifende Wesen direkt als Gott und als Vater anspricht?

Wir dürfen den Vater um alles bitten. Sollten wir auch. Aber nur damit wir es in die Schublade ablegen können „bestellt und dem Universum anvertraut“. Das tiefere Gebet ist etwas anderes.  

Bitten heißt Bitten, und Beten heißt Danken!  

Manche Menschen lehnen das Beten ab, weil sie es für ein Bitten halten. Die Haltung, dass der Mensch für seine Wünsche selber aktiv werden müsse, ist das durchaus Positive daran. Doch erstens irren sie sich, wenn sie meinen, dass sie ausschließlich aus ihren eigenen Kräften heraus ihr Leben jemals kontrollieren können. Und zweitens haben sie noch nicht erlebt, was Gebet heißt und wo Gebet uns hinführt. Die einzige Bitte, die ein tiefes Gebet noch enthalten kann, ist die Bitte darum, dass Gott unseren Dank annehmen möge, den Dank dieses fehlerhaften unvollkommenen Menschenkindes. Das ist gleichzeitig – in anderen Worten – die Bitte darum, von Gott gesegnet zu werden. Das Dankesgebet macht den Menschen innerlich weit und führt ihn näher heran an das innere Licht. Viel Dunkles und Schweres kann dabei von ihm abfallen. Der Mensch findet zur inneren Fülle. Diese innere Fülle wirkt sich in seinem äußeren Leben aus: Er findet zum „Leben in der Fülle“.

Es gibt Menschen, die haben alles, was allgemein unter Fülle und Reichtum verstanden wird:
ein großes Bankkonto, ein Haus, ein Auto, tolle Reisen, einen Beruf, der den Neigungen entspricht und eine Bilderbuch-Partnerschaft.
Aber dennoch fühlen sie sich einsam, leer und unausgefüllt.
Dennoch führen sie ein Leben, das im Grunde arm ist.
Im Grunde wissen wir das alle, aber dieses Wissen verdrängen wir gerne, weil wir so an unseren äußeren Wünschen hängen. Es sind Menschen, die nicht beten gelernt haben. Und weil sie nicht beten gelernt haben, haben sie im Grunde nichts: ihr Leben ist arm und leer. Es kann lange dauern, bis ein Mensch das in der Ehrlichkeit sich selbst gegenüber feststellt, weil diese äußeren Dinge einen ganz schön beschäftigen können.

Was also ist das Leben in der Fülle wirklich? Es ist ein Leben, das beseelt ist, das von Hoffnung und Leidenschaft erfüllt ist – es ist ein Leben, das von LIEBE erfüllt ist! Dieses Leben kann Kämpfe und Entbehrungen bedeuten, dieses Leben kann Enttäuschungen und Leiden beinhalten – dennoch ist es ein reiches Leben, dann, wenn der Mensch aus dem Herzen heraus handelt. Kämpfe und Entbehrungen, Enttäuschungen und Leiden auszuklammern – das ist eine Botschaft für die weichgespülten Wellness-Esoteriker, die bei denen auch gut ankommt. Sie entspricht nur nicht dem Kern der inneren Botschaft, und leider auch nicht immer der äußeren Wirklichkeit.

Es geht darum, die äußere Wirklichkeit zunächst einmal so anzunehmen, wie sie ist.
Es geht darum, mit dem Herzen das Lied des Lebens zu singen!
Es geht darum, mit dem Herzen den Tanz des Lebens zu tanzen!
Derjenige, der alles verloren hat oder noch niemals die äußere Fülle kennengelernt hat, und sich mit ganzer Seele an den Strand stellt, dem Klang der Wellen lauscht, die Sonne untergehen sieht und den Sternenhimmel wie einen Palast begrüßt – der lebt bereits in der Fülle.
Wer seinen Beruf mit Hingabe erfüllt, auch wenn es (noch) nicht der Traumberuf ist, wer echtes Interesse in seine derzeitige Aufgabe legt, auch wenn man sie sich nicht selber ausgesucht hat – der lebt bereits in der Fülle und erweitert sein inneres Wesen – fügt einen neuen Aspekt hinzu zu seiner ‚Ganzheit‘.

Nicht tun, was man liebt,
sondern lieben, was man tut.

Zen-Weisheit  

Der Weg der Fülle macht Blasen an den Händen und führt mitten hinein in die tausendfältigen Sorgen der Arbeit. Gehen wir diesen Weg mit Liebe und Leidenschaft, umarmen wir unsere Arbeit in dem Bewusstsein: Hier ist der Weg zu wunderbaren bereichernden Begegnungen, hier ist der Weg, um die innere Ganzheit zu entfalten, hier ist der Weg, der zur Fülle des Lebens führt, weil die innere Ganzheit die Fülle des Lebens IST.

Wir dürfen vertrauen: Im Äußeren wird uns stets alles gegeben, was uns hilft, die innere Ganzheit, das innere Heil zu entfalten. Es ist der Weg, der uns helfen kann, im Äußeren all das zu finden, wonach wir uns ganz natürlich sehnen: Wohlstand, partnerschaftliche Liebe, Freunde und Erfolg. Doch alle äußeren Dinge sind der Zeit unterworfen. Deshalb ist es so wichtig und bedeutsam, den Kern dessen zu erfassen, was Leben in der Fülle bedeutet: Es bedeutet Heilwerden, und Heilwerden bedeutet Ganzwerden, und Ganzwerden bedeutet den inneren Christus zu entfalten, und den inneren Christus zu entfalten bedeutet in seine Nachfolge zu treten.

Den Weg der christlichen Nachfolge zu beschreiten bedeutet NICHT, zu einem Entsagenden zu werden und in Sack und Asche zu leben. Aber es bedeutet, die Wirklichkeit des Heute mit Dankbarkeit anzunehmen, wie sie ist, und all seine Kräfte mit ganzem Herzblut einzusetzen für die Menschen und den Planeten.



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